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Eine Sammlung meiner wirren Gedanken

Dienstag, Juni 17, 2008

Wie viel können uns Träume über uns selber sagen?

Es heißt, Träume wären der Spiegel unserer Seele, weil sie das, was wir bewusst emotional nicht verarbeiten können zum Ausdruck bringen. Wissenschaftlich betrachtet man Träume als eine Art Ventil für das Gehirn, um unnötigen Ballast abzuwerfen und um Ordnung in das Chaos unserer Gehirnwindungen zu bringen. Vieles ist der Wissenschaft noch ein Rätsel, jedoch scheinen Träume in jedem Fall wichtig zu sein.

Träume haben etwas Mystisches und sind voller Symbole, glauben einige Menschen. Ich muss zugeben, in meinem Regal steht auch ein Traumdeutungsbuch, jedoch bin ich jedes Mal nach dem Versuch einen Traum zu deuten noch verwirrter als vorher, weshalb ich es auch eher selten in die Hand nehme.

Aber was sind Träume nun wirklich. Bloßer überflüssiger Gehirnmüll oder das Sprachrohr unseres Unterbewusstseins?

In der Anatomie gilt das Zwischenhirn als Sitz unseres Unterbewusstseins und Filter von auf den Körper pausenlos einströmenden Informationen. Unterbewusst nehmen wir alles wahr, bewusst wird dank dieses Filters nur ein Bruchteil davon an andere Regionen des Gehirns weitergeleitet. Doch was passiert mit dem Rest der Informationen, werden sie irgendwo zwischengespeichert oder gleich wieder verworfen? Eins ist klar, unser Unterbewusstsein beeinflusst unser Denken und Handeln. So lässt sich der Mensch auf nicht bewusst wahrnehmbare instinktive Reize ein, wie Experimente immer wieder zeigen.

In Träumen, auch wenn wir die meisten davon für schwachsinnig und unrealistisch halten, geht das noch viel besser, weil alles dramatischer und zugespitzer ist. In Träumen ist man stärker, schneller, klüger, schlagfertiger usw., die Hauptrollen in seinem eigenen Film. Ich glaube nicht, dass alles, was man träumt Müll ist und auch nicht dass man träumt um Dinge zu löschen. Meiner Meinung nach, verbinden Träume das Bewusstsein mit dem Unterbewusstsein, denn nur weil man etwas nicht sofort bewusst wahrnimmt, heißt es ja nicht, dass es nicht wichtig seien kann.

Träume sind vielleicht so schrill und überspitzt, weil wir sonst nicht über sie nachdenken würden, und sprechen in Rätseln, weil sie sich nicht bewusst manifestieren können.

Wenn wir bewusst nur knapp 10% unseres geistigen Potenzials nutzen, vielleicht ist es dann gerade das Unterbewusstsein, das weit mehr nutzbar machen könnte. Es scheint viel weiser als unser Bewusstsein und dann wären wir doch dumm, nicht auf die Zeichen, die es uns in Träumen vermitteln möchte, zu achten, oder? Diese Theorie würde zumindest belegen, warum es meist Autisten, denen dieser Filter von Informationen fehlt, sind, die über eine spezielle Begabung verfügen.

1 Comments:

Anonymous Anonym said...

Hi,
interessant was du dazu denkst. Ich wollte was zu einem kleinen Abschnitt von dir schreiben ("Eins ist klar, unser Unterbewusstsein beeinflusst unser Denken und Handeln. So lässt sich der Mensch auf nicht bewusst wahrnehmbare instinktive Reize ein, wie Experimente immer wieder zeigen."):

Ich stimme dir da auf jeden Fall zu, dass das unterbewusstsein unser Denken und Handeln beeinflusst. Aber gehen wir doch mal von einem anderen Ansatz aus. Kann es vielleicht sogar sein, dass wir "Sklaven unseres Unterbewusstseins" sind. Laut einigen Experimenten zu diesem Thema setzten ca. eine halbe Sekunde vor der eigentlichen Handlung schon Aktivitäten in unserem Gehirn ein. Nun könnte man sagen, dass es die "normalen" Aktivitäten seien, die nötig sind um z.B. die Hand zu bewegen (also die elektrischen Impulse bzw. Aktionspotentiale der Neuronen). Ich will jetzt nicht den ganzen Kram weiter hier auspacken und geb dir einfach mal den link zu dem Artikel: http://www.geocities.com/glaubgarnichts/illusion.html

Nun noch ein kleines Wort zu den Hochbegabten Autisten. Ich habe selbst 2 kennenlernen dürfen. Gut es waren jetzt nicht die hochbegabten im Bereich Mathematik, Sprachen oder sowas, aber diese beiden konnten sich erstaunlich viel merken (am liebsten Zahlen). Ich sollte einem mal mein Geburtstag nennen und ich hab ihn nach einem Jahr nochmal gefragt und er wusste es. Dafür dass er in einer Einrichtung für behinderte Menschen ist und gut auf Medikamenten war bzw. ist fand ich das schon ne gute Leistung.
Aber nun zu den sog. Savants (den Inselbegabten oder "den Wissenden"). Ich hab mal ne Doku darüber gesehen und konnte es überhaupt nich glauben. Beispiele: ca. 12000 Bücher auswendig können, dazue noch 4000 Jahre Kalender dazu dann noch jede Melodie die man je gehört hat, dazu die englischen Charts rauf und runter (also auch Platzierungen) und weil lustig ist auch noch 2 Seiten parallel lesen können --> Kim Peek (seine Begabung war Vorlage für den Film Rain man).
Auf jeden Fall faszinierend was unser Gehirn leisten kann, wenn der "Filter" nicht richtig funktioniert.

5:35 AM  

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