Aus dem Bio- in den Info-Dschungel
8.20 Uhr, Informatik-Professoren scheinen es nicht all zu genau mit dem Akademischen Viertel zu nehmen. Nun gut, dann dreh ich halt noch eine Runde Däumchen. Neben mir und vor mir, die Sitze sind frei. Ein wenig isoliert, finde ich, doch was habe ich erwartet? Dass gleich eine Herde neuer Freunde auf mich zustürmt? Für eine Infovorlesung recht viele Mädchen, finde ich. Schade, doch nicht die Henne im Hahnenkorb. Trotzdem, sie sind ein recht scheues Völkchen, diese Informatiker.
Plötzlich ein schrilles elektronisches Gitarrensolo – „Happy Birthday to you“. Ein leises Gelächter geht durch die Runde und ich grinse in die Ecke aus der es kam. ICQ, was sonst!
Die Vorlesung, na ja, noch viel Arbeit vor mir, aber zum Glück habe ich Freunde, die mir helfen können!
Am Nachmittag geht es ab in die Bib. Euphorisch stapelt sich ein Buch auf das andere und am Ende bin ich froh, dass ich die Bibliothekarin hinter diesem noch erkennen kann. „Darf ich die überhaupt alle ausleihen?“, frage ich etwas skeptisch und leicht beschämt. „Ja sogar bis zu 100, wenn Sie wollen!“, die Antwort der Frau. Will ich nicht, staune ich sie mit großen Augen an.
Alles in meinem Rucksack und einem Beutel verstaut, sitze ich zufrieden auf einer Bank und warte auf den Bus. „Jetzt kann ich Info werden!“, grinse ich in mich hinein. Im Bus, dieser süße Kerl. Ich kenne ihn und guck ich überrascht an. In seine Augen nichts als Leere. Dieser murrische Blick lässt das „Hi“ auf meiner Zunge verstummen. Ich setze mich nicht neben ihn.
Stolz berichte ich zuhause meinem Bruder von den Fundstücken. Mein Zimmer, ein einziges Büchermeer. „Denkst du wirklich, dass du die alle liest?“, wird Lena mich nachher fragen, nachdem wir vom Laufen zurück sind.
Jetzt noch btS-Treffen, die Vorlesungsreihe wird bestimmt klasse. Wo hab ich noch gleich meinen Studentenausweis? Hier nicht, hier auch nicht. Verdammt! Ich muss los! Ich guck nachher in Ruhe. Und da ist es wieder, mein zerstreutes Ich. Können deine Ferien nicht einmal ein bisschen länger andauern?! Viele wirre Entscheidungen später, erneut auf der Suche nach meinen grade mal 2 Tage gültigen Studentenausweis. „Toll“, grummle ich vor mir her, jetzt darf ich morgen gleich wieder rumtelefonieren, ob jemand mein kleines weiß-grünes und verschwindend dünnes Etwas gefunden hat.
Fazit:
Grade mal einen Tag Informatikerin und schon zerstreuter als eine Herde Professoren.
Plötzlich ein schrilles elektronisches Gitarrensolo – „Happy Birthday to you“. Ein leises Gelächter geht durch die Runde und ich grinse in die Ecke aus der es kam. ICQ, was sonst!
Die Vorlesung, na ja, noch viel Arbeit vor mir, aber zum Glück habe ich Freunde, die mir helfen können!
Am Nachmittag geht es ab in die Bib. Euphorisch stapelt sich ein Buch auf das andere und am Ende bin ich froh, dass ich die Bibliothekarin hinter diesem noch erkennen kann. „Darf ich die überhaupt alle ausleihen?“, frage ich etwas skeptisch und leicht beschämt. „Ja sogar bis zu 100, wenn Sie wollen!“, die Antwort der Frau. Will ich nicht, staune ich sie mit großen Augen an.
Alles in meinem Rucksack und einem Beutel verstaut, sitze ich zufrieden auf einer Bank und warte auf den Bus. „Jetzt kann ich Info werden!“, grinse ich in mich hinein. Im Bus, dieser süße Kerl. Ich kenne ihn und guck ich überrascht an. In seine Augen nichts als Leere. Dieser murrische Blick lässt das „Hi“ auf meiner Zunge verstummen. Ich setze mich nicht neben ihn.
Stolz berichte ich zuhause meinem Bruder von den Fundstücken. Mein Zimmer, ein einziges Büchermeer. „Denkst du wirklich, dass du die alle liest?“, wird Lena mich nachher fragen, nachdem wir vom Laufen zurück sind.
Jetzt noch btS-Treffen, die Vorlesungsreihe wird bestimmt klasse. Wo hab ich noch gleich meinen Studentenausweis? Hier nicht, hier auch nicht. Verdammt! Ich muss los! Ich guck nachher in Ruhe. Und da ist es wieder, mein zerstreutes Ich. Können deine Ferien nicht einmal ein bisschen länger andauern?! Viele wirre Entscheidungen später, erneut auf der Suche nach meinen grade mal 2 Tage gültigen Studentenausweis. „Toll“, grummle ich vor mir her, jetzt darf ich morgen gleich wieder rumtelefonieren, ob jemand mein kleines weiß-grünes und verschwindend dünnes Etwas gefunden hat.
Fazit:
Grade mal einen Tag Informatikerin und schon zerstreuter als eine Herde Professoren.

1 Comments:
Aber willkommen in der Herde!
Lukas
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