MoMeNtAuFnAhMe

Eine Sammlung meiner wirren Gedanken

Sonntag, April 08, 2007

Männer leben auf dem Mars und Frauen auf der Venus!...

...Und dazwischen ein riesiges Funkloch!

„Hallo, mein Name ist Sylvia! Ich möchte zwei Kinder und ein Haus im Grünen mit dir. Das Ganze am besten schon morgen!“ ... So etwas, oder zumindest etwas in der Art, scheint mir auf die Stirn tätowiert zu sein, wenn ich in der Disko jemanden, den ich sympathisch finde, anlächle und er panisch hinter seinem Kumpel verschwindet.

HALLO, Ich beiße nicht! Ich will doch nur tanzen. Und verdammt noch mal, denkt tatsächlich noch irgendjemand, dass Diskos die besseren Partnerbörsen sind!?
Es ist viel zu heiß, viel zu eng, die Luft gleicht dem komprimierten Inneren einer Raucherlunge und verursacht im Zusammenspiel mit den „Lichteffekten“ Halluzinationen. Und zu guter letzt ist es einfach mal viel zu laut, um sein eigenes Wort – geschweige denn das eines anderen – zu verstehen, ohne 3 Mal nachzufragen oder zu schreien.
Das einzige, was an so einem Ort wirklich sinnvoll ist, ist tanzen und gelegentlich sexy an einer Flasche „Wasser“ nippen.

Aber nein, die Herren der Schöpfung müssen das Ganze mal wieder vollkommen falsch verstehen! Nur weil nicht auf einem hautengen Shirt „Nimm’ mich, ich bin ein One-Night-Stand!“ steht und auch sonst das Verhalten eher „seriös“ wirkt, heißt es doch nicht, dass man mit einem Lächeln gleich eine Beziehung puschen will. Es soll tatsächlich noch Frauen mit mehr als nur „Reptilienhirn“ geben! Wirklich! Und die suchen in einer Disko bestimmt nicht nach dem Mann fürs Leben.

Aber wo wir gerade bei Partner fürs Leben sind. Werter Herr, der eben in der Disko, bei all der Hitze des Moments - plus drei Bier, ohne Haupthirn - noch 'ne Ische klar gemacht hat, hat in Sachen Beziehung dann doch höhere Ansprüche.
Hübsch, gut im Bett – aber wehe zu viele Kerle sind schon auf ihr rumgerutscht,
intelligent – aber etwas dümmer als er dann bitte doch,
verständnisvoll – seine Kumpels sind nun mal sein Leben,
selbstständig – wer steht schon auf Kletten, aber ja nicht emanzipiert,
und, und, und.
Ich will damit nicht sagen, dass man das Ganze nicht auch auf Frauen beziehen kann. Sensibel - aber ja kein Weich-Ei, klug – aber wehe ein Besserwissen, gutaussehend – aber bloß nicht besser als sie...um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Fakt ist, die paar cm zwischen den Beinen und das bisschen Testosteron mehr machen ganze Welten in den Denkweisen zwischen Mann und Frau aus.
Da fragt Frau sich langsam ernsthaft, wozu etwas zusammennieten, das - außer evolutionär betrachtet – nicht zusammen passt?!

Tipp für die Weltverbesserungsmaßnahmen:
Frauen auf die Nordhalbkugel, Männer auf die Südhalbkugel und einmal im Jahr treffen sich alle am Äquator, feiern eine wochenlange, riesige Orgie und sichern die Nachkommenschaft!

Freitag, April 06, 2007

Real oder Surreal? Das ist hier die Frage!

Montag, April 02, 2007

Aus dem Bio- in den Info-Dschungel

8.20 Uhr, Informatik-Professoren scheinen es nicht all zu genau mit dem Akademischen Viertel zu nehmen. Nun gut, dann dreh ich halt noch eine Runde Däumchen. Neben mir und vor mir, die Sitze sind frei. Ein wenig isoliert, finde ich, doch was habe ich erwartet? Dass gleich eine Herde neuer Freunde auf mich zustürmt? Für eine Infovorlesung recht viele Mädchen, finde ich. Schade, doch nicht die Henne im Hahnenkorb. Trotzdem, sie sind ein recht scheues Völkchen, diese Informatiker.

Plötzlich ein schrilles elektronisches Gitarrensolo – „Happy Birthday to you“. Ein leises Gelächter geht durch die Runde und ich grinse in die Ecke aus der es kam. ICQ, was sonst!
Die Vorlesung, na ja, noch viel Arbeit vor mir, aber zum Glück habe ich Freunde, die mir helfen können!

Am Nachmittag geht es ab in die Bib. Euphorisch stapelt sich ein Buch auf das andere und am Ende bin ich froh, dass ich die Bibliothekarin hinter diesem noch erkennen kann. „Darf ich die überhaupt alle ausleihen?“, frage ich etwas skeptisch und leicht beschämt. „Ja sogar bis zu 100, wenn Sie wollen!“, die Antwort der Frau. Will ich nicht, staune ich sie mit großen Augen an.

Alles in meinem Rucksack und einem Beutel verstaut, sitze ich zufrieden auf einer Bank und warte auf den Bus. „Jetzt kann ich Info werden!“, grinse ich in mich hinein. Im Bus, dieser süße Kerl. Ich kenne ihn und guck ich überrascht an. In seine Augen nichts als Leere. Dieser murrische Blick lässt das „Hi“ auf meiner Zunge verstummen. Ich setze mich nicht neben ihn.

Stolz berichte ich zuhause meinem Bruder von den Fundstücken. Mein Zimmer, ein einziges Büchermeer. „Denkst du wirklich, dass du die alle liest?“, wird Lena mich nachher fragen, nachdem wir vom Laufen zurück sind.

Jetzt noch btS-Treffen, die Vorlesungsreihe wird bestimmt klasse. Wo hab ich noch gleich meinen Studentenausweis? Hier nicht, hier auch nicht. Verdammt! Ich muss los! Ich guck nachher in Ruhe. Und da ist es wieder, mein zerstreutes Ich. Können deine Ferien nicht einmal ein bisschen länger andauern?! Viele wirre Entscheidungen später, erneut auf der Suche nach meinen grade mal 2 Tage gültigen Studentenausweis. „Toll“, grummle ich vor mir her, jetzt darf ich morgen gleich wieder rumtelefonieren, ob jemand mein kleines weiß-grünes und verschwindend dünnes Etwas gefunden hat.

Fazit:
Grade mal einen Tag Informatikerin und schon zerstreuter als eine Herde Professoren.