Darum werden wir vom „Gegen-die-Wand-Läufer“ zur Wand
Wie viele von uns haben konstruktiv kritische Gedanken an unserer Gesellschaft?! Von Bildung bis Politik, am liebsten würden wir alles verändern. Wir sehen die Probleme, denn wir stecken mitten drin. Wir sind nicht die Pisa-Deppen, aber auch nicht die Pisa-Macher. Wir klemmen zwischen diesen beiden Ästen fest. Doch unser Befreiungs-Aufschrei prallt gegen die nächste Wand. Wir reden und reden es breit. Wer des Redens müde ist, tut was. Zu erst im Kleinen, denn jeder von uns weiß, solche Veränderungen kommen nicht über nacht. Wir treten einer Initiative, Fachschaft oder ähnlichen Organisationen bei, denn jeder von uns weiß, zusammen sind wir stärker. Wir treffen uns regelmäßig, planen Zukunft, denn jeder von uns weiß, nur mit stichhaltigen Argumenten haben wir eine Chance. Viel zu oft vorher rannten wir schon gegen Wände, die unsere illusionistischen Bestrebungen zerschmetterten. Die Zeit vergeht. Wir haben aus unseren Fehlern gelernt. Jetzt wissen wir wo der Hase lang läuft. Wir können beurteilen welche Ziele realistisch sind und welche nicht. Wir sind stolz auf das was wir geschafft haben. Vielleicht ist die Welt jetzt ein kleines Stück besser. Doch dann ist es schon zu spät. Wir, die Rebellen von heute, sind auf dem besten Wege die Wände von morgen zu werden. Denn demnächst zerschmettern wir Träumen. Und wir haben recht. Denn was wissen diese unerfahrenden neuen Rebellen schon. Obwohl wir es nie wollten, genau an diesem Punkt sind wir ein Teil der Gesellschaft geworden, die wir immer so heftig kritisiert haben.

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