Die Frage des Lebens
Jeder Mensch hat mindestens einen Traum, eine Definition für Glück und eine Vorstellung von Leben. Doch bei all den Fragen, die einem zwangsläufig irgendwann im Leben einmal über den Weg laufen, gibt es nur eine Frage, die meines Erachtens nach unausweichlich ist und keine Ausflüchte und stundenlange Philosophie zulässt, weil sie sich gezielt an jedes Individuum selbst richtet. Sie ist quasi existenziell für das Leben selbst.
„Wofür lebst du?“
Ich lebe für den Moment...
...auf dem Spielfeld zu stehen, den Ball in den Händen zu halten und zu spüren, dass ich Teil eines Teams, eines Ganzen bin und die Macht habe, das Spiel durch meine Handlung zu beeinflussen. Ich muss nicht darüber nachdenken, was ich tue, mich nicht für meine Handlung rechtfertigen, ich darf es einfach versuchen und genießen. Diese 40 Minuten auf dem Spielfeld sind pure Leidenschaft, pures Fieber, pure Energie, pure Freiheit.
...des Einschlafens, wenn mein Freund seinen Arm um mich legt, sich an mich kuschelt und ich seinen Atem in meinem Nacken spüre.
...in dem die Sonne hinter dem Horizont verschwindet und zum Abschied den Himmel mit warmen Farben bemalt.
...wenn der Mond den Sternen den Weg in die tiefe Nacht leuchtet und ich am weißen Strand Sand durch meine Zehen rieseln lasse und den Wellen lausche.
...in dem ich einen verführerischen Duft an einem Ort wahrnehme, an dem ich ihn nicht vermuten würde.
...der Umarmung mit meiner Mutter, wenn ich nach langer Zeit mal wieder zu Hause bin.
...
Und wofür lebst du?
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